Spatenstich für den Elbtunnel in Dresden

12. Juni 2019

Spatenstich für den Elbtunnel in Dresden
(v.l. n. r.: Norbert Gassel - Projektleiter DREWAG, Frank Brinkmann - Geschäftsführer DREWAG, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Michael Daehn - Geschäftsführer Eiffage Infra-Vortriebstechnik, Gerd Kaulfuß - Geschäftsführer DREWAG NETZ, Fotograf: Volker Bellmann)

Die Eiffage Infra-Bau-Gruppe startet mit dem Bau des ersten begehbaren Elbtunnels in Dresden. Hand in Hand arbeiten Eiffage Infra-Ost, Eiffage Infra-Vortriebstechnik und Eiffage Infra-Bau in diesem Projekt zusammen. Der sogenannte Fernwärmedüker wird in knapp sieben Metern Tiefe unter der Elbe verlegt werden.


Den ersten Spatenstich führten die Geschäftsführer der DREWAG und DREWAG NETZ gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Michael Daehn, Geschäftsführer der Eiffage Infra-Vortriebstechnik, durch.

Im Projekt wird eine neue Hauptfernwärmeleitung von der Semperoper über eine Elbquerung unterhalb der Marienbrücke zum Elbufer der Leipziger Vorstadt und bis zum Heizkraftwerk Mickten verlegt. Durch den Zickzack-Verlauf der Hauptleitung und zahlreicher Nebenleitungen wird der größte Teil Pieschens bis 2021 mit Fernwärme erschlossen. 
Der erste Abschnitt erstreckt sich vom Probebühnengebäude der Semperoper am linken Elbufer, quert das Terrassenufer und führt über den Elberadweg bis zum Volksfestgelände unterhalb der Marienbrücke. Dort schließt sich der zweite Bauabschnitt – der Elbdüker an. Dieser unterquert die Elbe und wird rechtselbisch in Höhe Uferstraße in die dort vorhandenen Fernwärmetrasse eingebunden. 

Hier wird Dresdens erster begehbarer Elbtunnel von uns gebaut werden, begehbar allerdings nur für Spezialisten, die die Leitungen und Armaturen überprüfen oder instand setzen müssen. Geplant ist eine Röhre mit 3,20 Meter Außendurchmesser aus Stahlbeton-Fertigteilen. 

Zuerst errichten wir am Volksfestgelände an der Pieschener Allee ab Anfang Juni 2019 die Startgrube. Sie wird 22 Meter tief und besteht aus einem gewaltigen Stahlbetonkasten, der schrittweise ins Erdreich abgesenkt wird. Danach entsteht gegenüber am Neustädter Elberadweg die Zielgrube. Ist die vier Meter starke Bodenplatte im Bauwerk unterm Volksfestgelände fertig, beginnen die Tunnelbohrarbeiten. Nach der Fertigstellung der Röhre, werden die beiden Fernwärmerohre verlegt und die technische Ausrüstung installiert. Geplant ist, dass der Tunnel Ende November 2020 fertig wird. 

Video: Michael Daehn im Interview mit Jessica Beck, Drehscheibe Dresden.